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Herbstzeit -Erntezeit

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„Früchte reifen weit und breit“ heißt es in einem Kinderlied. Doch nicht nur die Landwirte haben Hochsaison, denn auch zwei andere Interessengruppen breiten sich auf die „Ernte“ vor – die Jäger und die Forstwirtschaft.

Eins vorweg, ich habe generell nichts gegen diese beiden Gruppen. Auch ich esse gerne Wildbret und auch ich habe Möbel und sonstiges aus Holz, das zur Weiterverwendung auch erst einmal gefällt und aus dem Wald gebracht werden muss. Deswegen finde ich es auch falsch, beide Gruppen generell zu verurteilen. Außerdem finde ich es auch ungerecht Holz und Wild aus anderen Ländern zu importieren, um somit die dortigen Ressourcen aufzubrauchen und dann hier gegen die Abholzung und Jagd zu protestieren. Von der Ökobilanz durch die langen Transportwege ganz zu schweigen.

Deshalb nochmal, ich richte mich nicht gegen diese Gruppen generell, sondern nur gegen die Zeitgenossen, die unter dem Deckmantel des Naturschutzes die Mountainbiker aus dem Wald haben wollen.

Momentan scheint es in Kreisen der MTB-Gegner, mächtig zu brodeln, denn was ich in letzter Zeit in den Medien alles zu lesen bekomme, könnte man fast schon als gezielte Kampagne gegen die Mountainbiker auffassen. Zum einen macht der Hessen Forst mobil gegen die illegalen Trails, in München sind die Isar-Trails gerade wieder ein Streitthema und der Dauerbrenner 2m-Regel in Baden-Württemberg geht auch kontinuierlich weiter. Alles natürlich unter dem Deckmantel des Natur- und Tierschutzes, ergänzt durch die mangelnde Rücksichtslosigkeit „der“ Mountainbiker auf die anderen Waldbenutzer. Hat man vielleicht in Einzelfällen damit nicht ganz unrecht, gefällt mir die Pauschalisierung überhaupt nicht, da sie zum Großteil nicht zutrifft.

Fangen wir mal mit den illegalen Trails an. Ja, es gibt sie und ein prominentes und lokales Beispiel dafür ist der Langenberg, besser bekannt als Frankenstein. Hier entstanden in der Vergangenheit immer mehr Trails, teils durch Bau, teils durch Nutzung und Modifizierung von vorhandenen Trampelpfaden. Grade die „Rinne“, ist ein Beispiel dafür, wie es nicht sein sollte. Seit bestimmt 20 Jahren, gibt es hier ein Katz und Maus Spiel, zwischen Forst und Bikern. Trails werden angelegt, Sprünge gebaut Anlieger errichtet und befestigt und die Forstbehörde reist alles wieder ein und das Ganze beginnt von vorne. Hier werden also nur die Symptome bekämpft, als der Ursache auf den Grund zu gehen, denn bei Gesprächen über die Errichtung von legalen Strecken, scheint das zuständige Forstamt, keinerlei Kompromissbereitschaft zu zeigen. Angeblich gab es ein Angebot seitens des Forstamtes, das man sich am benachbarten Felsberg eine Strecke vorstellen kann, von dieser weiß aber scheinbar weder die d.i.m.b., noch Wheels over Frankfurt etwas. (Dazu eine Stellungnahme von Wheels over Frankfurt) Außerdem denke ich nicht, das dies eine echte Alternative zum Franky wäre, da dieser weiter von Darmstadt entfernt ist und je nach Lage auch noch ins Einzugsgebiet des Felsenmeeres kommt. Auch der Verweis auf den Bikepark Beerfelden, nützt wenig, denn dieser ist gut 55km entfernt und nur an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Schnell abends eine kleine Feierabendrunde drehen, ist da nicht möglich.

Erstaunlicherweise, geht man in direkter Nachbarschaft, andere Wege. So gibt es etwa den Fuchstrail bei Bensheim und diverse ausgewiesene Strecken im Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald, die in Kooperation von lokalen Vereinen und den Forstbehörden ausgewiesen wurden. Wird das den Bau von illegalen Trails verhindern? Sicher nicht, aber wo ein vernünftiges Angebot besteht, wird der Wildwuchs eingedämmt.

Der Natur- und Wildschutz, ist als Argument nicht ganz unberechtigt und stellenweise angebracht, doch als generelles Ausschlussargument, gänzlich ungeeignet. Egal wer den Wald betritt, der hinterlässt seine Spuren und stört das Wild. Bei so manchen Jäger, habe ich das Gefühl, es geht darum „seine“ Beute zu schützen. Da werden Wölfe, Luchse und Bären, die sich wieder ansiedeln, schnell mal zu Problemtieren erklärt und das sogenannte Problem auch mal schnell und illegal erlegt. Glücklicherweise dürfte ein an-, oder erschossener Biker, seitens der Behörden mehr Beachtung finden, als solch ein armes, scheinbar nicht schützenswertes Tier.  So manches scheue Reh, ist auch weniger schreckhaft, als man allgemein denkt. Schon öfters bin ich keine 10 Meter an einem Reh vorbei gefahren, das mich nur beobachtet hat.

Auch die Spuren die wir verursachen, stehen in keinem Verhältnis zu denen, die Förster oder Jäger mit ihren schweren Geländewagen oder gar den Harvestern und sonstigen Maschinen hinterlassen. Letztere hinterlassen im Wald Spuren, die ich sonst nur von Großbaustellen oder Truppenübungsplätzen kenne. Auch werden weiterhin neue Skihänge planiert, die auf Grund von milden Wintern und nicht ausreichender Höhenlage oftmals künstlich beschneit werden müssen, was für die Natur weitaus belastender sein dürfte, als z.B. ein Bikepark, denn hierzu müssen keine, oder nur wenige Bäume gefällt werden und somit bleibt die natürliche Festigkeit der Hänge bestehen. Von der Energie und dem Wasser, das zur Herstellung des Kunstschnees benötigt wird, wollen wir hier gar nicht sprechen.

Kommen wir zu den rücksichtslosen, rasenden Bikern. Auch diese gibt es, leider. Doch sie bilden eine Minderheit, genauso wie es eine Minderheit unter anderen Waldnutzern, die Drähte spannen oder Nagelbretter vergraben. Deshalb verurteile ich den überwiegenden Teil dieser Gruppe nicht. Ich persönlich mache mich frühzeitig bemerkbar und nehme die Geschwindigkeit raus, wenn ich mich annähere und Grüße oder bedanke mich bei den Wanderen/Joggern/Gassigehern. Je nach Situation, geh ich an engstellen auch aus dem Sattel und lass den Gegenverkehr passieren. Meine Begegnungen mit anderen Waldbesuchern, verlaufen im Regelfall ganz entspannt. Gegenseitige Rücksicht ist die Zauberformel.

Zuletzt noch die Definition von „naturfesten“ oder „geeigneten“ Wegen. Meine wandererfahrene Frau, sagt auch schon mal: „Da fahrt ihr runter? Da würde ich nicht unbedingt runter laufen wollen.“ Ist deswegen der Weg ungeeignet zum Biken? Ein Trampelpfad, der deutlich zu erkennen ist, ist das ein fester Weg? Muss so ein Weg eine bestimmte Breite haben? Wer also bestimmt, was „geeignet“ ist? Wir scheinbar nicht, sollte es nach anderen Interessengruppen gehen....

 

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